Warum der Winter die beste Planungszeit ist
Im August haben wir beschrieben, warum die Gartenplanung im Spätsommer startet: damals ging es um alles, was noch in diesem Herbst gepflanzt werden sollte. Jetzt geht es um das größere Projekt fürs nächste Jahr, also um Terrasse, Wege, Mauern, Sichtschutz oder eine ganze Neugestaltung. Dafür ist der Winter die beste Zeit, aus vier Gründen.
Erstens, die Terminlage. Sobald im März die ersten warmen Tage kommen, denken alle gleichzeitig an ihren Garten. Wer dann erst anfragt, bekommt die Planung im Frühjahr und den Bautermin im Sommer, mitten in der Zeit, in der man den Garten eigentlich nutzen möchte. Wer im Winter plant, hat seinen Termin schon im Kalender, wenn die anderen zum Telefon greifen.
Zweitens, die Bauzeit im Frühjahr. Erdarbeiten, Pflaster, Mauern und Wege lassen sich ab Februar oder März an frostfreien Tagen gut bauen. Liegt der Plan bis dahin fertig vor, kann es sofort losgehen, und die Terrasse ist fertig, bevor die Saison beginnt. Fehlt der Plan, wird die beste Bauzeit mit Abstimmungen verbracht.
Drittens, die Pflanzzeit. Am Ende jedes Projekts stehen die Pflanzen. Gehölze und Hecken lassen sich im zeitigen Frühjahr setzen, solange sie noch nicht ausgetrieben haben, Stauden folgen im April. Wer im Winter plant, verpasst dieses Fenster nicht. Und für alles, was besser im Herbst in den Boden kommt, steht der Plan dann schon ein ganzes Jahr bereit. Warum der Herbst die stärkste Pflanzzeit ist, lesen Sie im Beitrag zur Herbst-Pflanzzeit.
Viertens, das Förderfenster. Manche Maßnahmen im Garten werden bezuschusst, die Stadt Oldenburg fördert zum Beispiel Dachbegrünungen mit einem Zuschuss. Bei solchen Programmen gilt fast immer dieselbe Regel: Geplant werden darf vorher, beauftragt erst nach der Förderzusage. In der Oldenburger Richtlinie zur Dachbegrünung ist das ausdrücklich so geregelt. Wer erst im Frühjahr plant, verliert mit dem Antrag Wochen. Wer im Winter plant, kann den Antrag stellen, während andere noch überlegen. Die aktuellen Bedingungen nennt die Stadt Oldenburg; was bei uns zur Dach- und Fassadenbegrünung gehört, steht auf der Leistungsseite.
Dazu kommt ein Vorteil, den viele unterschätzen: Im Winter zeigt der Garten sein Gerüst. Ohne Laub sieht man, wo die Hecke Lücken hat, wo der Blick vom Wohnzimmer ins Leere geht und wo im Sommer Schatten liegt, weil ein Baum zu groß geworden ist. Genau diese Struktur ist das Fundament jeder Planung.
So läuft Ihre Gartenplanung bei uns ab
Jedes Projekt ist anders, der Weg dorthin ist bei uns immer derselbe. Er besteht aus fünf Schritten, und an jedem Punkt entscheiden Sie, ob und wie es weitergeht.
1Das Telefonat: 15 Minuten für den Anfang
Am Anfang steht ein kurzes Gespräch. Sie erzählen, was Sie sich vorstellen, wie groß der Garten ungefähr ist und bis wann das Projekt fertig sein soll. Wir sagen Ihnen ehrlich, ob das realistisch ist, und schlagen den passenden nächsten Schritt vor. Für kleinere Vorhaben reicht oft eine Beratung vor Ort, für eine Neugestaltung mit Terrasse, Wegen oder Mauern lohnt sich die 3D-Planung.
2Der Termin vor Ort: Garten, Boden, Licht
Dann kommen wir zu Ihnen. Wir sehen uns den Garten an, nehmen Maße, prüfen den Boden und schauen, wo die Sonne steht. Wir bestimmen vorhandene Pflanzen und sagen Ihnen, was bleiben kann und was ersetzt werden sollte. Bei unserer Gartenberatung gibt es dafür drei Pakete: die Beratung vor Ort ab 249 €, mit Skizze ab 500 € und mit Visualisierung ab 750 €, jeweils inklusive Mehrwertsteuer und Anfahrt im Umkreis von etwa 50 Kilometern.
3Die 3D-Planung: den Garten sehen, bevor er gebaut wird
Für größere Projekte entsteht aus den Wünschen und Maßen ein dreidimensionales Modell Ihres Gartens. Darin sehen Sie Terrasse, Wege, Beete und Pflanzen so, wie sie später aussehen, und zwar zu jeder Tageszeit. Die Planung simuliert den Sonnenverlauf: Wo liegt morgens um neun Schatten auf der Terrasse, wo um drei Uhr nachmittags? Steht der Sitzplatz am richtigen Ort, oder sitzen Sie im Sommer abends im Schatten der Hecke? Solche Fragen sind am Bildschirm in Minuten geklärt, auf der Baustelle kosten sie Tage.
Eine vollständige 3D-Planung dauert je nach Größe und Abstimmung vier bis acht Wochen, mit mehreren Terminen, in denen Sie Änderungen einbringen. Bei uns verbindet sie das Handwerk des Meisterbetriebs mit der Pflanzenkompetenz von Dr. Sonja Meiser, promovierte Biologin. Wie die 3D-Gartenplanung im Detail funktioniert, steht auf der Leistungsseite.
„Und das macht es ja am Ende aus, dass du vorher weißt, was du eigentlich kaufst.“
Sonja Meiser · auf einer Baustelle in Oldenburg, über die 3D-Planung4Das Angebot: ein fester Preis auf Grundlage des Plans
Wenn der Plan steht, bekommen Sie ein Angebot, das genau diesen Plan abbildet: Flächen, Materialien, Pflanzen, Arbeitszeit. Weil alles vorher festgelegt ist, gibt es auf der Baustelle keine Überraschungen. Sie können das Angebot in Ruhe prüfen, und wenn Sie Prioritäten setzen möchten, teilen wir das Projekt auch in Abschnitte auf: etwa die Terrasse 2027 und die Beete im Herbst danach.
5Der Bautermin: fest im Kalender für 2027
Mit Ihrer Freigabe tragen wir den Bautermin ein und bestellen das Material. Gebaut wird an frostfreien Tagen, zuerst die Höhen und Flächen, dann Mauern, Wege und Terrasse, die Pflanzen kommen zuletzt. Wie das an einem echten Projekt aussieht, von der 3D-Planung über den Rotationslaser bis zur fertigen Bepflanzung, zeigt unser Beitrag Vom Plan zum Garten.
Was Sie schon jetzt vorbereiten können
Je klarer Ihre Vorstellung ist, desto schneller kommt die Planung voran. Vier Dinge helfen uns beim ersten Termin am meisten:
Eine Wunschliste. Schreiben Sie auf, was Ihnen fehlt und was Sie sich wünschen, auch wenn es noch ungeordnet ist: eine größere Terrasse, ein Platz für die Abendsonne, weniger Rasen, mehr Blüten, ein Sichtschutz zum Nachbarn. Notieren Sie auch, was auf keinen Fall wegsoll.
Fotos aus dem Sommer. Im Winter sieht der Garten anders aus. Suchen Sie Handyfotos aus der Saison heraus: Wo saßen Sie gern, wo war es zu heiß, wo stand Wasser nach dem Regen? Fotos von Gärten, die Ihnen gefallen, sind genauso wertvoll.
Einen Budgetrahmen. Sie müssen keine genaue Zahl nennen. Ein Rahmen genügt, damit wir die Planung darauf ausrichten und Ihnen sagen können, was sofort sinnvoll ist und was in einem zweiten Schritt folgen kann.
Die Nutzung. Wer nutzt den Garten, und wofür? Spielen Kinder darin, gibt es einen Hund, wird oft gegrillt oder gefeiert? Und wie viel Zeit möchten Sie künftig in die Pflege stecken? Ein pflegeleichter Garten wird anders geplant als einer, in dem Sie gern selbst gärtnern. Wenn vorhanden, legen Sie außerdem einen Lageplan des Grundstücks bereit.
„Perfektes Rundumpaket von der ersten Kontaktaufnahme über die Planung bis zur Fertigstellung. Das kompetente, engagierte und freundliche Team hat uns einen wunderschönen neuen Garten ganz nach unseren Bedürfnissen und Vorstellungen gestaltet.“
Kerstin Buttkus · Google-RezensionTypische Projekte für das nächste Jahr
Viele Anfragen, die uns im Winter erreichen, drehen sich um vier Themen. Zu jedem gibt es Beispiele aus unserer Arbeit in Oldenburg und umzu.
Die Terrasse. Größer, ebener, mit klarer Kante zum Rasen oder mit einer Pergola als Sonnenschutz. Eine neue Terrasse ist meist der Kern des Projekts, weil sie bestimmt, wie man den Garten nutzt. Wie eine sanierte Holzterrasse zu einer gegliederten Anlage mit eigenen Zonen wurde, zeigt die Referenz Terrassenanlage mit Zonierung, einen neu gedachten Blick von der Terrasse die Referenz Neuer Terrassenblick.
Der Sichtschutz. Hecke, Zaun, Gabione oder eine Kombination daraus. Hier lohnt die Planung im Winter besonders, weil Heckenpflanzen im zeitigen Frühjahr oder im Herbst gesetzt werden und ein Zaun vorher stehen muss. Welche Lösung zu welchem Garten passt, steht im Beitrag Sichtschutz im Garten, mehr zum Zaunbau auf der Leistungsseite.
Der Vorgarten. Er ist die Visitenkarte des Hauses und oft der Bereich, der am längsten vernachlässigt wurde. Wie aus einem großen, nordseitigen Vorgarten ein Garten mit Wirkung nach außen wurde, zeigt die Referenz Vorgartengestaltung „Ostseeküste“, wie aus einer Rasenfläche ein blühender Vorgarten wurde, eine weitere Referenz.
Die Bewässerung. Sie ist das Thema, das am häufigsten vergessen wird und am meisten Ärger spart. Wer eine Terrasse oder neue Beete baut, verlegt die Leitungen gleich mit, nachträglich heißt das, fertige Flächen wieder aufzunehmen. Was eine durchdachte Gartenbewässerung leistet, steht auf der Leistungsseite, worauf es beim Gießen ankommt, im Beitrag Bewässerung im Garten.

Oft hängen die Themen zusammen: Die neue Terrasse braucht einen Sichtschutz, der Sichtschutz eine Pflanzung, die Pflanzung Wasser. Genau deshalb lohnt sich ein Plan für das Ganze, auch wenn Sie ihn in Etappen umsetzen. Bei einer kompletten Neuanlage gehört ohnehin alles in einen Plan.


